"Chemie und Nachhaltigkeit ist kein Gegensatz, auch wenn man oft etwas anderes hört. Nein, Chemie ist die Grundlage von Allem, ohne chemische Prozesse gäbe es kein Leben, nicht einmal das Universum selbst. Aber natürlich sind nicht alle chemischen Prozesse oder Stoffe gut für Mensch und Umwelt. Es gibt Stoffe, ob natürlich oder synthetisch erzeugt, die nur mit der angemessenen Sorgfalt gehandelt werden können. Auf andere Stoffe verzichtet man idealerweise vollständig, weil sie negative Auswirkungen auf Mensch oder Umwelt haben oder weil bei ihrer Herstellung Rohstoffe unwiderruflich verbraucht werden.


Wir verstehen unseren Claim "Neue Chemie" als Aufgabe: Wir wollen verstärkt solche Stoffe gegen nachhaltigere austauschen, zunächst in unseren eigenen Produktionen. Im nächsten Schritt wollen wir unsere Kunden bei ähnlichen Prozessen unterstützen. Dort, wo dies (noch) nicht möglich ist, wollen wir mit der größtmöglichen Sorgfalt mit den Stoffen verlässlich und sicher umgehen.


Aber "Neue Chemie" bedeutet für uns noch mehr: Wir pflegen ein besonderes Miteinander. Offenheit, gegenseitige Wertschätzung und Respekt voreinander sind wesentliche Elemente unserer Unternehmenskultur. Wir sind der Meinung, dass Entscheidungen am Ort der höchsten Kompetenz getroffen werden sollten – und das ist nicht unbedingt in der Geschäftsführung. Um diesem Anspruch gerecht zu werden, haben wir ein Lean Management-System in allen Bereichen eingeführt. Dadurch wird jeder Mitarbeiter täglich in die Lage versetzt, seine eigenen Ideen einzubringen. Wir erhoffen uns, einfachere Abläufe und weniger "Verschwendung" – von Zeit, Material, Geld oder guten Ideen. Und durch Prozesse, die sich kontinuierlich verbessern, auch eine Einsparung von Energie, Rohstoffen und Abfällen – ein weiterer Schritt für mehr Nachhaltigkeit."


Jan Philipp Wuppermann, Sprecher der Gesellschafterfamilie, März 2017